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Nicht ohne meine Mütze

Es war einmal eine Mütze. Die trödelte sich in mein Herz. Unverschämtheit. Denn jetzt sitze ich hier und nähe mich um den Verstand. Aber halt. Von Anfang an. Wir wanderten über einen Flohmarkt. Und da war sie. Das Kind wollte sie. Unbedingt. Jetzt. Sofort. Dallidalli. Es liebte die Kopfbedeckung so sehr wie seinen Kuschelteddy. Mehr noch als Schokopudding. Die Mütze musste immer mit. Es war reine, große Mützenliebe. Und dann wurde sie zu klein, die Mütze.

 

Ich musste handeln. Schnell. Improvisieren. Ich trennte die Mütze auf. Vergrößerte den Schnitt. Nähte sie nach. Änderte ein bisschen daran herum. Das Kind war zufrieden. Dann kam ein Skiurlaub. Ich nähte eine Mütze mit vielen kleinen „Warnwesten-Sternchen“. Die fand beim Nachwuchs ähnlich Anklang wie das Ding vom Trödel. Sie war immer dabei und wurde stolz getragen. Sie begleitete uns auf den Weihnachtsmarkt, den Wochenmarkt, in den Supermarkt. Immer wieder hörten wir unterwegs die gleichen Sprüche. „Schau mal da – die Sternchen.“ „Das Kind geht der Mutter hier nicht verloren.“ „Da sind ja wieder die Sternchen.“

 

Doch schön fand ich die Mütze nicht – noch nicht! Ich feilte dran. Ich wollte eine coole Mütze, die in der dunklen, tristen Jahreszeit auf sich aufmerksam macht. Eine, die warm hält, ohne dass der Schweiß beim Toben in die Augen tropft. Außerdem bitte noch straßenverkehrstauglich! Ich fing Feuer und an zu planen, zu entwerfen, zu besprechen, zu nähen wie verrückt. Ich wollte etwas Eigenes! Meine eigene, kleine Mützenmanufaktur.

 

Entstanden ist AufGeSetzt. Schick mit Trick. Die Mütze mit System. Mit Spaß und Farbe durch die kalte, dunkle Jahreszeit! Mein kleines Label, das ich von Anfang an in und an alle meine Produkte nähe, ist natürlich auch dabei. GerSa – das bin ich. Sabine Keck.